05.2004 - 04.2007 | Kawasaki ZX 10 R

Die neue ZX 10 R Die neue ZX 10 R Nach einigen Jahren Suzuki bin ich dann zu Kawasaki zurück gekehrt. Die brandneue ZX 10 R war mein neues Motorrad. Bei der Probefahrt war ich von der Leistungsentfaltung sehr beeindruckt. Man musste schon eine ruhige Gashand haben, um das Vorderrad am Boden zu behalten. So viel mir die Kaufentscheidung nicht schwer und ich tauschte meine Suzuki gegen eine ZX 10 R ein. Die Modellreihe war ganz neu, die Vorgänger-Ninjas hatte ja nur 900 ccm vorzuweisen. Ich entschied mich wieder nicht für die klassische Farbe Kawasaki-Grün, sondern orderte mit eine schwarze Ninja.

Das Fahrverhalten der ersten ZX 10 R war gewöhnungsbedürftig. Die Gasannahme war äußerst direkt und ruppig, also ein ganz wildes Gerät. Die Fahreigenschaften waren wirklich als kompromisslos zu bezeichnen und man musste es wirklich auch so mögen.

Für meine Motorradreisen war die Maschine nun wirklich nicht gebaut, aber ich bin natürlich trotzdem mit dem Motorrad in Urlaub gefahren. Mein Händler war sehr skeptisch, ob eine längere Reise mit diesem Sportgerät wohl wirklich Spaß machen konnte. Aber ich habe es ausprobiert und es ging tatsächlich. An den ersten Tagen schmerzten die Arme und Handgelenke abends zwar gehörig, aber das gab sich dann mit der Zeit.

Der Distanzhalter zwischen Rückbank und Gepäck Der Supersportler als Lastenesel

Für Gepäckfahrten musste ich zunächst eine Hilfskonstruktion entwerfen, da der Auspuff für meine Gepäcktaschen zu weit hochgezogen war. Also habe ich einen Distanzhalter "gebaut" um die Packtaschen vor Beschädigungen durch die Hitze des Auspuffs zu schützen. Die Probefahrt hat gezeigt, dass die Fahreigenschaften und die Stabilität des Gepäcks nicht leiden mussten. Als Distanzhalter musste eine Styroporplatte herhalten, die ich mit einem Messer in Form brachte. Für den Soziussitz musste der Styroporblock entsprechend ausgehöhlt werden. Um dem Ganzen etwas mehr Stabilität und Widerstandskraft gegen das Abbröseln des Styropors zu verschaffen, habe ich den Block mit braunem Paketklebeband umwickelt. Bei einer Passkontrolle an der französisch-schweizerischen Grenze viel dem Grenzbeamten der braune Block gleich ins Auge und er vermutete wohl Schlimmes. Ich konnte ihn nur mit grosser Überzeugungskraft davon abhalten, meine Konstruktion mit seinem Taschenmesser zu überprüfen.

Nun treibe ich mich, wann immer die Zeit und das Wetter es erlauben, im Ruhrgebiet, Münsterland, Sauerland oder Bergischen Land herum. Dabei soll es nicht nur die Fahrt zu bekannten Motorradtreffs sein, sondern nach dem Motto "der Weg ist das Ziel" wird gehandelt.