Reisetipps

Einiges vorab

Reisetipps im Internet gibt es wahrscheinlich wie Sand am Meer. Warum sollte ich mich also mit meinen Ideen zurückhalten? Auf einen mehr oder weniger kommt es bestimmt nicht an. Meine Motorradreisen habe ich, bis auf eine Ausnahme, immer mit dem Zelt unternommen. Dies bitte ich beim Lesen der Reisetipps zu berücksichtigen. Meine Reisetipps sind natürlich nur Anregungen, wie man sich auf seine große Tour vorbereiten kann. Wer bessere Ideen oder Anregungen hat, darf sie mir gerne mitteilen.

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Planung der Reise

Bei der Planung der Reise kommt bereits Vorfreude auf. Das Ziel wird bestimmt, die Etappen werden festgelegt, die Unterkünfte ausgesucht und das touristische Programm ausgearbeitet. Wie weit kann eine Planung eigentlich gehen? Sollte alles möglichst detailliert ausgearbeitet sein oder reicht die Bestimmung der Himmelrichtung für eine erfolgreiche Tour auch aus?

Das kann man philosophisch betrachten oder aber pragmatisch angehen. Bei den Planungen meiner Reisen kann ich im nachhinein feststellen, dass ich meine ersten Reisen sehr ausführlich geplant habe. Auch beim Gepäck hatte ich mich eher auf alle Eventualitäten eingestellt, als Mut zur Lücke bewiesen. Mittlerweilen gehe ich mit der Planung recht sorgenfrei um. Das Reiseland und die Regionen, die ich besuchen möchte, werden vorab festgelegt. Alles weitere ergibt sich spontan. Diese Art der Planung setzt voraus, dass man nicht auf eine feste Unterkunft für Übernachtungen angewiesen ist und sich auch selbst verpflegen kann.

Wenn man detailliert planen möchte oder muss, sollten die folgenden Aspekte berücksichtigung finden:

Also gilt es, die Etappen möglichst realistisch einschätzen. Das ist oft nicht so einfach. 250 Kilometer Landstraße im Flachland bedeuten z.B. eine ganz andere Belastung als die gleich Strecke im Hochgebirge. Die eigene maximale Belastbarkeit sollte nicht als Maßstab für das Tagesziel dienen, sondern es sollten genügend Reserven für die Unterkunftssuche eingeplant werden. Oft benötigt man doch mehr Zeit, um das jeweilige Nachtquartier zu finden, als man bei der Planung vorgesehen hat. Dazu kommt, dass man z.B. Staus oder unfreiwillge Umwege nur schlecht vorab einplanen kann. Also gilt die Devise, lieber 100 km weniger vorzunehmen, als später "auf dem Zahnfleisch" ankommen oder gar einen Unfall wegen Übermüdung riskieren.

Trotz aller Vorausschau bei der Planung erreicht man manchmal das geplante Tagesziel nicht. Also gilt es, die schon gebuchte Unterkunft abzusagen und eine neue Übernachtungsmöglichkeit zu finden. Oft gibt es an Land- und Bundesstraßen hinweise auf preiswerte Hotels, wie z.B. die etap-Hotels. Die sind zwar nicht besonder romantisch, dafür aber preiswert und sauber. Pensionen sind oft nicht besonders begeistert, wenn man nur für eine Nacht bleiben möchte. Wer mit dem Zelt unterwegs ist, ist flexibler und hat mehr Möglichkeiten. Ein Campingplatz ist oft schnell gefunden und zur Not hat der nächste Bauer noch ein Plätzchen auf der Streuobstwiese im Angebot. Aber Vorsicht! In der Hauptsaison sieht die Welt oft anders aus, auch Campingplätze können ausgebucht sein. Dann hilft meist nur die Flucht ins Hinterland, dass bei Touristen nicht so begehrt ist.

Alles ist gut geplant, aber die Realität sieht anders aus? Im positiven Fall kommt man an ein Etappenziel und siehe da, es gefällt einem so gut, dass man länger bleiben möchte als geplant. Alles umwerfen und einfach bleiben oder weiterfahren, obwohl es hier so schön ist ? Diese Frage muss wohl jeder für sich selbst einschätzen. Eine komplette Umbuchung wird bei vielen reservierten Übernachtungen an den Etappenzielen wohl kaum zu realisieren sein. Vielleicht ist es dann besser, wenn man sich die Gegend für die nächste Reise als Hauptziel vormerkt.

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Vorbereitung

Die Vorbereitung zur Reise ist wohl die wichtigste Aktivität. Dazu gehören insbesondere das Buchen der Unterkünfte und die Sicherstellung der Reisetüchtigkeit des Motorrades.

Bei vielen Reisen kann man die Unterkünfte über das Internet buchen. Ich bevorzuge den Hotel Reservation Service (HRS). Hier kann man für den jeweiligen Tag preiswerte Hotels buchen. Ich bevorzuge immer die Buchung ohne Angabe der Kreditkartennummer. Zum einen teile ich über das Internet grundsätzlich keine Kreditkarteninformationen mit und zum anderen wird über das HRS meine Buchung auch so bestätigt. Allerding muss man bis zu einer bestimmten Uhrzeit im Hotel einchecken oder zumindest anrufen und die Ankunftszeit mitteilen. Vergisst man das, so wird die Buchung unwirksam. Der Vorteil hierbei ist, wenn man ein Etappenziel mal nicht erreicht, hat man keinen Ärger mit Stornierungen. Ich habe es noch nie erlebt, dass ein von HRS bestätigtes Zimmer nicht verfügbar war. Campingplätze habe ich bisher nicht reserviert. Für eine Nacht findet man immer eine Ecke, in der man das Zelt aufbauen darf. Liegt der Zielort, an dem man mehrere Tage verbringen möchte, in einem bevorzugten Feriengebiet (z.B. am Meer, an Flussläufen oder Seen) ist eine Reservierung ratsam. Das gilt besonders für die Hochsaison.

Die Sicherheit des Motorrades ist das Wichtigste und das gilt ja nicht nur für Reisen. Ich bringe mein Motorrad vor einer Reise immer zur Inspektion. Dabei achte ich besonders auf die Reifen. Es macht wenig Sinn, nach 1.000 km schon die Reifen wechseln zu müssen. Für meinen Teil lasse ich sie daher lieber bei der Inspekion wechseln, auch wenn die Rille noch für ein paar Kilometer mehr reichen würde. Darüber hinaus ist es ratsam, den Luftdruck entsprechend zu prüfen. Dabei bedenken das man mit Gepäck, dass heisst mit zusätzlichem Gewicht, reist.

Und noch etwas, es gibt zwar jetzt das Euroland, wo Devisentausch kein Thema mehr ist, aber es soll ja noch ein paar Länder geben, die eine eigene Währung haben. Also, neben dem Plastikgeld rechtzeitig um die Barschaft kümmern. Ich tausche nie große Summen vorher ein. Eine größere Menge Bargeld mit sich zu führen, macht m. E. in der Zeit der Geldautomaten wenig Sinn. Es sei denn, man plant Reisen in Gefilde, die vom Fortschritt noch nicht so beglückt worden sind.

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Gepäck

Tja, was brauche ich auf der Reise wirklich und in welcher Qualität sollte meine Ausrüstung vorhanden sein? Auf meiner ersten Urlaubsreise mit dem Motorrad kam ich mit meinem Stauraum kaum aus. Als Stauraum standen mir der Tankrucksack, die beiden Packtaschen, die Gepäckrolle und ein Rucksack zur Verfügung. Mitgenommen habe ich damals alles, was ich eventuell brauchen könnte. Heute packe ich ganz anders. Den Tankrucksack nehme ich immer mit, da er für Straßenkarten ein praktisches Fach hat und weil ich dort Sachen verstauen kann, auf die ich schnellen Zugriff haben möchte. Dazu gehört z.B. die Regenkombi und mein Badezeug. Die Gepäckrolle benötige ich ebenfalls. Dort befindet sich mein Hausstand, also Zelt, Schlafsack, Kopfkissen, Isomatte, Kochgeschirr und mein Badetuch. Bei meinen Packtaschen habe ich in der Regel das Problem, sie richtig zu füllen. Es ist einfach nicht genug Zeug da, was ich mitnehmen möchte. Bei den Straßenkarten kaufe ich mir in der Regel vor Ort das entsprechende regionale Kartenwerk. Das ist oft aktueller, als das was man zu Hause bekommt.

Ansonsten gilt die Devise: Alles was vergessen wurde, kann auch noch am Ort gekauft werden und nach einer Woche ist ein Waschtag angesagt

Zur Qualität der Ausrüstung gibt es unterschiedliche Philosophien. Zum einen sollte bedacht werden, wie oft und in welcher Intensität die Ausrüstung genutzt wird. Als Beispiel das Zelt:

Auf der sicheren Seite ist man immer, wenn man auf eine hohe Qualität wert legt. Diese hat allerdings auch ihren Preis. Als teuerstes Ergebnis empfinde ich, wenn aufgrund der mangelhaften Ausrüstung, sich der ganze Urlaub zum Fiasko entwickelt.

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